Prostata-Therapie – alle Optionen im Überblick
Bei einer gutartigen Prostatavergrößerung ist eine rechtzeitige Behandlung unerlässlich. Zur Prostata-Therapie kommen rezeptfreie und rezeptpflichtige Medikamente, pflanzliche Arzneimittel oder medizinische Eingriffe wie eine Operation infrage. Gesunde Ernährung, Bewegung und ein angepasster Lebensstil helfen unterstützend. Die beste Lösung finden Sie zusammen mit Ihrem Urologen.
Prostatavergrößerung: Behandlung mit Medikamenten
Die gute Nachricht: Sie haben einige Möglichkeiten, die vergrößerte Prostata ohne Operation zu behandeln. Bei leichten bis mittleren Beschwerden eignen sich Medikamente, um die Symptome zu lindern und die Lebensqualität zu verbessern. Es gibt es sowohl rezeptpflichtige als auch rezeptfreie Prostata-Medikamente.
Rezeptpflichtige Prostata-Medikamente
Medikamente helfen, Prostatabeschwerden zu lindern, und verhindern, dass die Symptome zunehmen. Auf Rezept erhalten Sie zum Beispiel Alphablocker: Sie sollen die Muskulatur der Prostata entspannen, wodurch die Probleme beim Wasserlassen abnehmen.1
Alphablocker bremsen aber nicht das Wachstum der Prostata. Hier kommen 5‑Alpha‑Reduktase‑Hemmer ins Spiel: Sie können sogar die Prostata verkleinern und den PSA-Wert verringern, der wichtig bei der Diagnostik von Prostatakrebs ist.1
Der PSA-Wert zeigt, wie aktiv die Prostata ist. Er beschreibt den Gehalt des prostata-spezifischen Antigens (PSA) im Blut; einem Eiweiß, das die Prostata produziert. Ein hoher PSA-Wert kann auf Problemen an der Prostata hindeuten.2
Rezeptfreie Prostata-Medikamente
Verschiedene rezeptfreie Prostata-Medikamente mit beispielsweise Sägepalme, Roggenextrakten oder afrikanischen Gräsern können Sie bei leichten Beschwerden einsetzen. Eine gezielte Wirkung auf die Symptomatik liefert der sekundäre Pflanzenstoff Phytosterol: Dieser ist etwa im rezeptfreien Prostata-Medikament APOPROSTAT® forte enthalten
Prostata natürlich verkleinern durch Ernährung und Lebensstil?
Männer mit einer vergrößerten Prostata können durch gezielte Ernährungsumstellungen und einen gesunden Lebensstil aktiv zur Prostata-Therapie beitragen.
Gemäß aktueller Leitlinie spielen Faktoren wie Gewichtsreduktion, Diät, Sport sowie ein reduzierter Konsum von Kaffee und Tee eine Rolle im natürlichen Verlauf und der Krankheitsprogression des BPS.3
Ernährung
Eine ausgewogene Ernährung unterstützt Ihre Prostata-Therapie.4 Zudem stärken Sie damit Ihren gesamten Organismus und Ihre allgemeine Gesundheit. Wichtig sind zum Beispiel:4
- ungesättigte Fette
- Ballaststoffe
- sekundäre Pflanzenstoffe
- Phytoöstrogene
- gesunde Getränke
Damit lässt sich die Prostata zwar nicht mehr natürlich verkleinern, aber es tut Ihrer Prostata generell gut.
Prostata-Therapie durch Sport
Regelmäßige Bewegung ist ein wichtiger Baustein in der Prostata-Therapie. Sport unterstützt die Behandlung einer Prostatavergrößerung und verbessert das allgemeine Wohlbefinden. Männer können mit gezielten Übungen ihre Beschwerden aktiv lindern:5
Ein starker Beckenboden ist wichtig für die Gesundheit von Blase und Prostata. Bei der Behandlung einer Prostatavergrößerung kann gezieltes Beckenbodentraining helfen, Beschwerden zu lindern und den Alltag zu erleichtern.
Joggen, Wandern oder Radfahren tun Körper, Psyche und Geist gut.
Ob im Fitnessstudio, mit eigenen Geräten oder dem Körpergewicht – wer aufgrund der Prostatavergrößerung weniger aktiv ist, unterstützt mit Muskelaufbau die Behandlung.
Gezieltes Training unterstützt die Prostata-Therapie und kann die Beschwerden einer Prostatavergrößerung deutlich lindern. Sie stärken damit nicht nur Ihre Beckenbodenmuskulatur, sondern fördern auch Kontinenz und Beweglichkeit. So können Sie die Behandlung der vergrößerten Prostata sinnvoll ergänzen und Ihre Lebensqualität langfristig verbessern.
Hausmittel & natürliche Unterstützung
Die Prostata-Therapie können Sie direkt in den Alltag integrieren. Hausmittel können die Behandlung der Prostatavergrößerung ergänzen und die Beschwerden lindern. Hierzu eignen sich beispielsweise:
- Alkohol, Nikotin und Koffein meiden
- regelmäßige Bewegung
- Trinkmenge gleichmäßig über den Tag verteilen Placeholder
Aber auch Entspannungsübungen und Strategien zu gezielter Ablenkung von den Symptomen können helfen, den Fokus auf andere Dinge zu lenken und so einen Beitrag zur Prostata-Therapie leisten.
Operation bei vergrößerter Prostata – wenn Medikamente nicht reichen
Wenn konservative Prostata-Therapien nicht ausreichen, empfehlen Experten minimalinvasive operative Verfahren.
Um den Erfolg der Behandlung einzustufen, werden oft der IPSS-Wert und die maximale Harnflussrate (Qmax) herangezogen. Verschiedene Operations- und Laserverfahren können helfen, diese Werte zu verbessern.6
Standardverfahren: TURP & TUIP
Die TURP (transurethrale Resektion der Prostata) ist die gängigste operative Therapie.7 Dabei entnimmt der Mediziner über die Harnröhre etwas Gewebe von der vergrößerten Prostata, um das Wasserlassen zu erleichtern.

Laserverfahren
Für die Operation einer vergrößerten Prostata stehen neben der TURP verschiedene Laser-Verfahren zur Verfügung. Die Instrumente werden auch hier durch die Harnröhre bis zur Prostata durchgeführt und bieten zum Teil Vorteile bei Blutungen und Heilungszeit.
Ein Vorteil aller Laseroperationen: Das Risiko eines TUR-Syndroms entfällt. Häufig bleibt jedoch ein trockener Samenerguss bestehen.
Aquablation – die innovative minimalinvasive Methode
Die Wasserstrahl-Operation (Aquablation) ist ein modernes Verfahren zur Behandlung einer vergrößerten Prostata. Dabei unterstützen Roboter den Mediziner, der überschüssiges Gewebe mittels eines Wasserstrahls entfernt. Studien belegen ihre Wirksamkeit: Die Teilnehmer hatten deutlich bessere IPSS- und Qmax-Werte.8,9
So wählen Sie die passende Therapie
Welche Behandlung sollten Sie also wählen? Das hängt vom Schweregrad Ihrer Prostatavergrößerung ab und wie stark die Symptome Ihren Alltag einschränken. Außerdem sollten Sie darauf achten, dass Sie die Prostata-Therapie auch vertragen – klären Sie die Wirkung und mögliche Nebenwirkungen am besten mit Ihrem Arzt ab.
Es ist immer sinnvoll, Ihre Beschwerden und persönliche Vorliebe zur Prostata-Therapie mit dem Arzt zu besprechen: Versuchen Sie erst einmal, Ihre Prostata natürlich zu behandeln, oder kommt für Sie sofort eine Operation infrage? Gemeinsam mit Ihrem Urologen werden Sie die für sie passende Entscheidung finden.
FAQs: Häufige Fragen und Antworten zur Prostata-Therapie
Zur Behandlung der Prostatavergrößerung werden konservative Methoden wie pflanzliche oder synthetische Medikamente, Beckenbodenübungen sowie eine Anpassung des Lebensstils eingesetzt. Aber auch eine Operation ist bei einer vergrößerten Prostata möglich.
Leichtere Beschwerden lassen sich meist gut durch pflanzliche Medikamente mit dem Wirkstoff Phytosterol behandeln. Dieser kann die Beschwerden lindern. APOPROSTAT® enthält hochkonzentriertes Phytosterol und verringert den nächtlichen Harndrang.
Welcher Behandlungsansatz bei Ihnen der richtige ist, hängt von vielen Faktoren ab. Dazu zählen etwa der Schweregrad der Erkrankung, der subjektive Leidensdruck oder das Bestehen von Begleiterkrankungen. Zur Therapieplanung sollten Sie Rücksprache mit Ihrem Urologen halten.
Eine ausgewogene Ernährung, viel Bewegung und Verzicht auf Alkohol und Nikotin können helfen, die Behandlung der Prostatavergrößerung zu unterstützen. Dazu helfen manche pflanzliche Präparate, die Prostata-Beschwerden einzudämmen.
Eine Prostata-Therapie kann sowohl rezeptfreie als auch rezeptpflichtige Medikamente umfassen, minimalinvasive Eingriffe oder Operationen erfordern oder schon durch natürliche Pflanzenstoffe wie Phytosterol verbessert werden.
Ja, die Therapie einer Prostatavergrößerung ist ohne Operation möglich: Bestimmte Medikamente, sogenannte 5‑Alpha‑Reduktase‑Hemmer, können die Prostata verkleinern. Mit natürlichen Mitteln lassen sich in der Regel nur die Symptome verbessern. Bei starker Prostatavergrößerung kann eine Operation notwendig sein.
Quellen
- 1 „Prostatavergrößerung – welche Medikamente helfen?“. https://www.prostata-hilfe-deutschland.de/prostata-news/prostatavergroesserung-medikamente-pflanzliche-arzneimittel. Zugegriffen 6. September 2025.
- 2 „Der PSA-Test zur Früherkennung von Prostatakrebs“. Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG), https://www.gesundheitsinformation.de/der-psa-test-zur-frueherkennung-von-prostatakrebs.html. Zugegriffen 9. September 2025.
- 3 „S2e-Leitlinie Diagnostik und Therapie des Benignen Prostatasyndroms (BPS)“. Deutsche Gesellschaft für Urologie e. V. (DGU), Langversion 5.0 – Stand: Februar 2023.
- 4 „Ernährung: Lebensmittel, die gut für die Prostata sind.“. Prostata Hilfe e.V., https://www.prostata-hilfe-deutschland.de/prostata-news/ernaehrung-lebensmittel-gesunde-prostata. Zugegriffen 5. September 2025.
- 5 „Sport bei Prostatakrebs – so hilft Bewegung!“. Prostata Hilfe e.V., https://www.prostata-hilfe-deutschland.de/prostata-news/sport-bei-prostatakrebs. Zugegriffen 9. September 2025.
- 6 Mostafa, Mostafa u. a. „Efficacy and safety of TURP, HoLEP, and PVP in the management of OAB symptoms complicating BPH in patients with moderately enlarged prostates: A comparative study“. Canadian Urological Association Journal, Bd. 17, Nr. 1, 2022, S. E1–E7, https://doi.org/10.5489/cuaj.7905.
- 7 „Welche Vor- und Nachteile hat eine Operation?“. Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG), https://www.gesundheitsinformation.de/welche-vor-und-nachteile-hat-eine-operation.html. Zugegriffen 8. September 2025.
- 8 Gilling, Peter, u. a. „Five-year outcomes for Aquablation therapy compared to TURP: results from a double-blind, randomized trial in men with LUTS due to BPH“. The Canadian Journal of Urology, Bd. 29, Nr. 1, 2022, S. 10960-10968.
- 9 Omidele, Olamide, u.a. „Aquablation at 4-years: Real World Data From the Largest Single-center Study With Associated Outcomes Follow-up“. Prostatic Disease & Male Voiding, Bd. 194, 2024, S. 216-220, https://doi.org/10.1016/j.urology.2024.07.047.




