Phytosterol: Was ist das Wirkprinzip?
Sie möchten etwas gegen nächtlichen Harndrang, ständige Toilettengänge und Beschwerden beim Wasserlassen tun? Phytosterol hilft Ihnen, den Symptomen durch eine vergrößerte Prostata entgegenzuwirken – und das auf ganz natürliche Art. Was genau Phytosterol ist, welche Wirkung der pflanzliche Stoff hat und für wen er sich eignet, lesen Sie hier.
Was ist Phytosterol und woraus wird es gewonnen?
Phytosterole – auch Phytosterine oder Pflanzensterole genannt – sind natürliche Bausteine pflanzlicher Zellmembranen.
Sie übernehmen dort eine ähnliche Funktion wie Cholesterin im menschlichen Körper: So wie Cholesterin bei der Umhüllung von Zellen beteiligt ist, beeinflusst Phytosterol die Stabilität und Beweglichkeit in Pflanzenzellen.
Damit kann es auch bei einer vergrößerten Prostata viel bewirken.1,2
Pflanzensterole kommen auch in vielen pflanzlichen Lebensmitteln vor, zum Beispiel in Pflanzenölen, Nüssen und Samen, Vollkornprodukten oder Gemüse und Obst.3
Es gibt verschiedene Arten von Phytosterolen. Jede ist ein Gemisch aus verschiedenen Untergruppen. Insgesamt sind mehr als 40 verschiedene Vertreter dieser Gruppe von Pflanzensterolen bekannt – die wichtigsten sind:4
- β-Sitosterol
- Campesterol
- Stigmasterol
Dabei macht β-Sitosterol mengenmäßig den größten Anteil in den meisten Phytosterol-Gemischen aus und ist die am besten untersuchte Art.
Die Pflanzensterole können zum Beispiel aus Kiefern und Fichten gewonnen werden. Für APOPROSTAT® forte wird der Wirkstoff in standardisierter Arzneibuchqualität hergestellt – mit mindestens 70 % β-Sitosterol und ausschließlich aus Pinien (einer Kiefernart).
So hilft Phytosterol bei vergrößerter Prostata
Um die Wirkung von Phytosterol auf die Prostata besser zu verstehen, wurden in vitro Untersuchungen an menschlichen Prostatazellen und menschlichem Prostatagewebe durchgeführt.
Dabei stellten sich folgende Wirkungen von Phytosterol heraus:
- Es senkt die Produktion von entzündungsfördernden Stoffen (Prostaglandinen).
- Es verringert in vitro (in der Zellkultur) das Wachstum der Stütz- und Ernährungszellen (Stromazellen).6,7
- Es hemmt in vitro in menschlichem Prostatagewebe das Zusammenziehen der glatten Muskelzellen des Prostatagewebes (das ist wichtig, weil dieses Zusammenziehen nicht bewusst gesteuert werden kann und eine Ursache für Prostatabeschwerden darstellt).
Diese Effekte lassen vermuten, dass die Beschwerden bei gutartiger Prostatavergrößerung nachlassen. Patienten berichteten von weniger Problemen beim Wasserlassen und damit einem besseren IPSS-Wert, was zu weniger Unterbrechungen im Alltag sorgt.
Wann tritt nach der Einnahme von Phytosterol eine Wirkung ein?
Eine Studie mit Männern mit leichtem bis mittlerem Prostatasyndrom zeigt, dass sich die die Wirkung von Phytosterol Schritt für Schritt entfaltet.5 Die Patienten nahmen 2-mal täglich 65 mg Phytosterol ein, was der Dosierung in APOPROSTAT® forte entspricht.
Erste Verbesserungen traten schon nach kurzer Zeit ein, weitere Effekte bauten sich über die Wochen auf:
- IPSS-Wert: erste Verbesserungen
- IPSS-Wert: höchster Effekt
- Lebensqualität: deutliche Besserung
- IPSS-Wert: anhaltender Effekt
- nächtlicher Harndrang: merkliche Reduzierung
- Harnfluss: spürbare Besserung
- Lebensqualität: anhaltende Besserung
- IPSS-Wert: Patienten berichten lediglich von „leichter Symptomatik“
- nächtlicher Harndrang: um die Hälfte reduziert
- Harnfluss: Steigerung um rund 83 %
- Lebensqualität: weitere Besserung
Für wen ist Phytosterol geeignet?
Als pflanzliches Stoffgemisch ist Phytosterol gut verträglich und hat keine bekannten Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten. Auch die aktuelle Leitlinie zur Diagnostik und Therapie des benignen Prostatasyndroms spricht sich für einen Einsatz von Phytotherapeutika bei Patienten mit leichten bis moderaten Beschwerden aus.

- geringem Leidensdruck
- höherem Lebensalter
- Begleiterkrankungen
Besonders dann, wenn chemisch-synthetische Medikamente abgelehnt werden oder Patienten schon viele andere Medikamente einnehmen, bietet u.a. Phytosterol (wie in APOPROSTAT® forte) eine gut verträgliche Möglichkeit, um Beschwerden einer vergrößerten Prostata zu lindern.
Eine medizinische Leitlinie ist ein Leitfaden für Ärztinnen und Ärzte, wie sie bestimmte Krankheiten bestmöglich untersuchen und behandeln sollen. Sie wird von Fachleuten und Fachgesellschaften erstellt. Leitlinien basieren auf dem aktuellen Stand der Forschung und klinischen Erfahrung.
Chemisch-synthetische Medikamente bei benignem Prostatasyndrom
Die vergrößerte Prostata betrifft viele Männer ab dem mittleren Lebensalter.1 Viele fragen sich, welche Medikamente sie gegen die Beschwerden einnehmen können.
Neben Phytosterol gibt es eine Reihe an chemisch-synthetischen Mitteln, die als Standardtherapie gegen das benigne Prostatasyndrom eingesetzt werden:1
- α-Blocker (Alfuzosin, Doxazosin, Silodosin, Tamsulosin und Terazosin)
- 5α-Reduktasehemmer (Finasterid, Dutasterid)
- PDE5-Hemmer (Tadalafil)
Diesen Wirkstoffen ist gemein, dass sie mitunter störende Nebenwirkungen auslösen. So können zum Beispiel Kreislaufprobleme eintreten oder das Sexualleben beeinflusst sein.
Typische Begleiterscheinungen der Medikamente sind:8,9
- Schwindel
- Herzrasen
- Übelkeit
- retrograde Ejakulation (Samenerguss wird nicht nach außen, sondern in die Harnblase geleitet)
- Hitzewallungen
- Libidoverlust
Phytosterol gilt als gut verträgliche Pflanzentherapie, hat keine bekannten Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten und kann über längere Zeit eingenommen werden. Besonders Männer mit leichten bis mäßigen Beschwerden, die eine natürliche Lösung bevorzugen, profitieren von dieser sanften, aber effektiven Therapie.
Was ist das Besondere an Phytosterol gegenüber anderen Medikamenten?
Anders als chemisch-synthetische Medikamente wirken Pflanzensterole auf natürliche Weise auf die Prostata. Die Phytosterol-Wirkung zielt darauf ab, Entzündungsprozesse zu hemmen und die Prostata zu entspannen.
Im Gegensatz zu chemisch-synthetischen Wirkstoffen wie Tamsulosin (α-Blocker) oder Finasterid (5α-Reduktasehemmer) hat Phytosterol:
- keine bekannten Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten
- weniger Nebenwirkungen
- keinen Einfluss auf die Sexualfunktion
Außerdem ist Phytosterol nicht verschreibungspflichtig – Männer mit Beschwerden durch eine vergrößerte Prostata können APOPROSTAT® forte ohne Rezept erwerben, um wieder entspannt durchzuschlafen und fit in den Tag zu starten.
Phytotherapeutika (auch Phytopharmaka oder pflanzliche Arzneimittel) sind Medikamente, die aus Pflanzen oder Pflanzenteilen hergestellt werden. Sie dienen zur Vorbeugung, Linderung oder Heilung von Krankheiten.10
Wer sollte bei der Einnahme von Phytosterol aufpassen?
In seltenen Fällen kann APOPROSTAT® forte zu Oberbauchbeschwerden, Bauchschmerzen und Übelkeit führen. Diese Phytosterol-Nebenwirkungen treffen auf zwischen 1 von 10.000 und 1 von 1.000 Patienten zu.
Generell gilt: Bei Zweifeln fragen Sie immer erst Ihren Urologen und schätzen mit ihm die Wirkung und Nebenwirkungen von Phytosterol ein.
FAQs zu Phytosterol
Phytosterole – auch Pflanzensterole genannt – wirken entzündungshemmend und entspannend auf das Prostatagewebe. Sie können helfen, die Symptome einer vergrößerten Prostata zu lindern.
Phytosterole haben positive Effekte auf die Prostata. Im Gegensatz zu chemisch-synthetischen Mitteln werden sie aus Pflanzen gewonnen und haben weniger Nebenwirkungen. Studien zeigen, dass sich Symptome wie nächtlicher Harndrang und schwacher Harnstrahl bereits nach wenigen Wochen verbessern.
Phytosterine (Pflanzensterole) finden sich vor allem in pflanzlichen Fetten und Ölen, etwa in Sonnenblumenöl, Rapsöl oder Maiskeimöl. Auch Nüsse, Kürbiskerne, Vollkornprodukte und Hülsenfrüchte enthalten gewisse Mengen.3
Manchmal löst Phytosterol Nebenwirkungen wie Oberbauchbeschwerden, Bauchschmerzen und Übelkeit aus. Es sind aber keine Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten bekannt. Generell gilt: Bei Zweifeln fragen Sie immer erst Ihren Urologen.
Quellen
- 1 „Vergrößerte Prostata – welche pflanzlichen Medikamente helfen?“. Prostata Hilfe e.V., https://www.prostata-hilfe-deutschland.de/prostata-news/vergroessserte-prostata-pflanzliche-medikamente. Zugegriffen 4. Oktober 2025.
- 2 „Cholesterin – was ist das?“. Deutsche Herzstiftung e.V., https://herzstiftung.de/ihre-herzgesundheit/gesund-bleiben/cholesterin/was-ist-cholesterin. Zugegriffen 6. Oktober 2025.
- 3 „Phytosterine: Cholesterinsenker aus der Natur“. Fachgesellschaft für Ernährungstherapie und Prävention (FET), https://fet-ev.eu/phytosterine/. Zugegriffen 6. Oktober 2025.
- 4 „Gesundheitlicher Nutzen durch Phytosterine in Margarine und Co.“. Fachzentrum Ernährung (FZE) Rheinland-Pfalz, https://www.fze.rlp.de/Ernaehrungsberatung/Fachinformationen/Ernaehrung-und-Gesundheit/Vollwertig-essen/PhytosterineinMargarineCogesundheitlicherNutzen. Zugegriffen 6. Oktober 2025.
- 5 Klippel, K. F., u. a. „A Multicentric, Placebo‐controlled, Double‐blind Clinical Trial of Β‐sitosterol (Phytosterol) for the Treatment of Benign Prostatic Hyperplasia“. British Journal of Urology, Bd. 80, Nr. 3, 1997, S. 427–432, https://doi.org/10.1046/j.1464-410x.1997.t01-1-00362.x.
- 6 Tamalunas, A., et al. „Highly Concentrated ß-Sitosterol Inhibits Human Prostate Smooth Muscle Contraction: The Rise of Phytotherapy in LUTS/BPH.“ European Association of Urology Annual Congress, 21-24 Mar. 2025, Madrid, Spain. Abstract P061.
- 7 Tamalunas, A., et al. „Hochkonzentriertes ß-Sitosterol hemmt Kontraktion und Wachstum von Prostata-Stromazellen: vielversprechender phytotherapeutischer Ansatz für LUTS/BPH?“ 70. Kongress der Nordrhein-Westfälischen Gesellschaft für Urologie e.V., 3-4 Apr. 2025, Münster, Germany.
- 8 Gravas Stavros, u. a. „Summary Paper on the 2023 European Association of Urology Guidelines on the Management of Non-neurogenic Male Lower Urinary Tract Symptoms“. European Urology, Bd. 84, Nr. 2 (2023), S. 207-222. doi: 10.1016/j.eururo.2023.04.008.
- 9 Naslund, Michael, u. a. „A review of the clinical efficacy and safety of 5alpha-reductase inhibitors for the enlarged prostate“. Clinical Therapeutics, Bd. 29, Nr. 1 (2007), S. 17-25. doi: 10.1016/j.clinthera.2007.01.018.
- 10 „Phytotherapie – Kraft der Pflanzen“. Die Techniker, https://www.tk.de/techniker/krankheit-und-behandlungen/erkrankungen/behandlungen-und-medizin/alternativ-heilen/phytotherapie-kraft-der-pflanzen-2016252. Zugegriffen 6. Oktober 2025.



